Pilzinfektionen im Intimbereich

Normalerweise finden sich in der Scheide der Frau verschiedenen Keime, meist sind es Bakterien. Diese Bakterien sind nicht gefährlich sondern dringend notwendig zur Aufrechterhaltung der gesunden Vaginalflora. Aber auch Pilze können vereinzelt vorkommen, ohne das Wohlbefinden der Frau zu stören. Bakterien und Pilze halten sich dann sozusagen gegenseitig in Schach.

 

Wie kommt es zu einer Pilzinfektion?

Eine Pilzinfektion entsteht, wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, z.B. nach einer Antibiotika- Einnahme. Antibiotika können auch wichtige Bakterien in der Scheide verringern, wodurch sich Pilze ungehindert vermehren.
Daneben fördern auch enge Kleidung, das Tragen von Slipeinlagen sowie vermehrtes Schwitzen im Sommer eine Ausbreitung von Pilzen. Auch Infektionen im Schwimmbad oder durch Geschlechtsverkehr sind möglich. Ein weiterer Faktor für eine Pilzbesiedelung ist eine weniger feuchte Vaginalschleimhaut in den Wechseljahren.

Wie erkenne ich eine Pilzinfektion?

Vermehrtes Pilzwachstum führt zu Brennen und Juckreiz, meist im gesamten Intimbereich. Außerdem entsteht auch vermehrt Ausfluss aus der Scheide.

Ist eine Pilzinfektion gefährlich und wie wird sie behandelt?

Pilze im Intimbereich sind in der Regel nicht gefährlich, müssen jedoch behandelt werden. In der Regel verordnet der Arzt das passende Medikament. Meistens sind dies rezeptfreie Scheidenzäpfchen, oft mit einer Creme für den äußeren Intimbereich kombiniert. Diese Zäpfchen enthalten Wirkstoffe, die den Pilz abtöten. Hier ist eine exakte Anwendung unerlässlich, sonst besteht die Gefahr einer Rückfalls. Eventuell sollten Sie auch an eine Partnerbehandlung denken, damit kein Jojo- Effekt entsteht. Auch in der Schwangerschaft gibt es Mäglichkeiten für eine Therapie, allerdings nur nach Rücksprache mit dem Arzt! Auch wenn Sie öfter unter Pilzinfektionen leiden oder die übliche Kurztherapie nicht greift, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

Kann ich Pilzinfektionen vorbeugen?

Manche Frauen sind besonders anfällig und leiden häufig an Pilzinfektionen des Intimbereichs. Wir haben hier wertvolle Tipps zusammengestellt, wie sie vorbeugen können:

 

  • Handtücher täglich wechseln und bei 60 °C waschen
  • Keine Slipeinlagen mit Kunststoffanteilen verwenden
  • Zum Waschen im Intimbereich nur Wasser verwenden. Reicht Ihnen das nicht aus, so erhalten Sie in der Apotheke ein Spezial- Waschgel, welches die Intimflora unterstützt.
  • Spezielle rezeptfreie Zäpfchen erhalten die natürliche Scheidenflora aufrecht und bekämpfen so das Ausbreiten von Pilzen

Unser Zusatztipp: Auch im Anschluss an eine Pilz- Therapie eignen sich diese Zäpfchen zum Wiederaufbau der natürlichen Bakterienflora und verhindern so einen Rückfall.

Text: Eva-Maria Hierl


Texte: Eva-Maria Hierl


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